Liebst du auch die natürlichen Arrangements?
Diese, die aus organischem Material bestehen? Ohne die ganzen künstlichen Zutaten?
Dann bist du bei mir und auf meiner Seite richtig. Denn Natur ist meine Herkunft. Egal ob du daraus lieber Kränze, Grünsträuße oder Gestecke machst.
Du kannst vieles im Vorfeld sammeln
Das ist ökologisch und spart dir zusätzlich eine Menge an Kosten.
Doch bevor ich dich in den Wald schicke musst du wissen, dass wir in Deutschland eine Sammel-Regeln besitzen. Sie heißt Handstraußregel.
Diese musst du natürlich einhalten.
Kennst du sie bereits?
Die Handstraußregelung im Naturschutzrecht
Die sogenannte Handstraußregelung ist im § 39 Absatz 3 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) verankert. Sie erlaubt es Privatpersonen, bestimmte Pflanzen oder Pflanzenteile in kleinen Mengen für den eigenen Bedarf zu sammeln. Der genaue Gesetzestext lautet:
„Jeder darf […] wild lebende Blumen, Gräser, Farne, Moose, Flechten, Früchte, Pilze, Tee- und Heilkräuter sowie Zweige wild lebender Pflanzen aus der Natur an Stellen, die keinem Betretungsverbot unterliegen, in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf pfleglich entnehmen und sich aneignen.“
Diese Regelung wird umgangssprachlich Handstraußregelung genannt, weil man – der alten Tradition nach – so viele Pflanzen pflücken darf, wie in eine Hand passen.
Unter die Handstraußregelung fallen zum Beispiel Bärlauch, Waldmeister, Pilze oder Wiesenblumen. Sie dürfen in geringen Mengen gesammelt werden, solange dies pfleglich geschieht und nicht in geschützten Gebieten erfolgt. Natürlich ist es nicht erlaubt Pflanzen auszugraben, insbesondere wenn es sich um seltene oder geschützte Arten handelt. Zumal sie in deinem Hausgarten in aller Regel schlecht anwachsen, weil das gesamte Umfeld ein anderes ist.
Für die Floristik interessiert uns Bärlauch weniger, dafür Zweige, Blätter, Rinden, Zapfen,…..Doch auch für sie ist das Handstraußgesetz bindend. Denn das Entnehmen größerer Mengen – etwa für Dekorationszwecke oder den Verkauf ist nur mit Zustimmung des Försters oder des privaten Waldbesitzers möglich. Denn jede Entnahme von Pflanzen, Zweigen oder Moos beeinflusst die Biodiversität und die ökologischen Gleichgewichtung im Wald.
Daher sollte stets mit Rücksicht auf die Natur gesammelt werden.
Sammeln im Naturschutzgebiet oder in Bannwäldern ist grundsätzlich verboten.
Dasselbe gilt für alle geschützten Pflanzenarten
Die deutsche Wald- und Naturschutzpolitik verfolgt ein gemeinsames Ziel: den Schutz und die nachhaltige Nutzung des Waldes und seiner Ressourcen.
Während das Bundeswaldgesetz die ordnungsgemäße Bewirtschaftung und den Erhalt der Wälder sicherstellt, regelt das Bundesnaturschutzgesetz durch die Handstraußregelung, was Privatpersonen aus der Natur entnehmen dürfen.
Wer die Natur respektiert, sammelt nur in Maßen, lässt seltene Arten unberührt und trägt so aktiv zum Erhalt unserer Wälder bei.
Was lässt sich sammeln?
- Blätter mit silberner Rückseite, wie die der Silberpappel
- Rinden aller Art
- Zapfen
- Kleine Früchte wie Zieräpfelchen, Hagebutten oder Ebereschen, die du trocknen kannst
- Eichenkäppchen, Kastanien oder Hüllen der Maronen bemoste Zweige
- lange Kiefernnadeln
- Zweigchen und Äste
- Schlehen- oder Lärchenzweige mit Flechtenbesatz
- Fruchstände von Sommerstauden wie Kardendisteln, Nachtkerzen oder Flockenblumen
Manches davon lässt sich in dünne weiße „Dispersionsfarben-Suppe“ einlegen, damit die dunklen Materialien heller schimmern. Das gibt der modernen Floristik einen frischen Touch.
Über das „Weißeln“ gibt es einen eigenen Beitrag.
Oder du tauchst einige deiner gesammelten Dinge in flüssiges, nicht zu heißes Wachs. Auch das gibt eine Art natürlichen Glanzes und holt die Natur aus der reinen Landhausromantik heraus. Passend zu deiner Floristik kannst du die Farben des Wachses wählen. Entweder kaufst du dafür fertige Wachstigel, die es in allen Farben gibt. Oder du sammelst Kerzenreste.
Zum Wachsen eignen sich aufgeblühte Rosen, Zimsterne, Zieräpfel, Zapfen, Schoten, Fruchstände……..
Über das „Wachsen“ habe ich einen detaillierten Newsletter geschrieben. Meine Empfehlung wäre es, meinen monatlichen Newsletter zu abonnieren. Ich biete Tipps rund um Floristik und einiges zum Nachmachen an. Du kannst ihn sehr einfach abonnieren. Aktuell – Elobana
Bereiche über das Wachsen habe ich öffentlich auf Vimeo gestellt. Du kannst gerne schauen.



