Blumige Farbenlehre

Irgendwann hat schon jeder etwas von Farbenlehre gehört. Zum Beispiel vom 12 teiligen Farbenkreis nach Johannes Itten. Eventuell sogar von Goethes 6 flächigem Farbenkreis.
Bei mir gab es den Ittenschen Farbkreis in der Regelschule, später in der Berufsschule kam Goethe dazu und in den letzten Jahren lernte ich den von Küppers kennen, der wiederum von 6 Farben in den Grundfarben ausgeht und zusätzlichem Magentarot.

Geschichtliche Entwicklung der Ordnungssysteme von Farben

Isaac Newton war 1704 der erste, der die Spektralfarben, die für das menschliche Auge sichtbar sind, in eine ringförmige Anordnung brachte und zum Kreis zusammenschloss. Dazu fügte er Magentarot in die Spektralbereiche ein, um einen Übergang vom klaren Orang-Rot zum Lila zu schaffen.

 

Magentarot kommt nicht in den Spektralfarben eines Lichtprismas oder Regenbogens vor.

Das menschliche Auge erschafft es jedoch durch das gleichzeitige Betrachten von Orange-Rot und Lila.

 

Goethe entwickelte seinen Farbkreis über 100 Jahre später

Goethe war ein sehr begeisterter Beobachter der Natur.  Die Farbe Grün hatte eine große Wichtigkeit in seinen Betrachtungen. Nach Goethes Meinung gab es bei keiner anderen Farbe mehr Farbnuancen, als bei Grün.

Als erster sprach er über die Kontrastwirkung von Farben, die verschiedene Emotionen beim Menschen hervorrufen. 

Wissenschaftlich gilt sein Farbkreis heute als falsch. Doch die sinnliche Wahrnehmung seiner Farbtheorie ist für die Floristik von Belang.

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